Gua Sha Fa

Gua Sha Fa ist eine Massageform aus der chinesischen VolksmedizinGua heißt „schaben“, Sha heißt „Sand“ und Fa steht für „Methode“.

In der traditionellen chinesischen Volksmedizin war Gua Sha gängige Praxis und hat sich heute auch in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) fest etabliert. Es handelt sich dabei um die Methode des Schabens. Die dadurch ausgelösten Hautreaktionen werden als "Sha" bezeichnet. 

In Asien wird es vor allem dazu verwendet, Schmerzen zu beseitigen. Dies geschieht durch Ausleiten von Schadstoffen und Säuren, deren Ansammlung häufig die Ursache für Schmerzen ist. Mit Gua Sha wird der Körper von diesen Stoffen befreit und entgiftet. 

 

Durchführung:

Vor der Massage wird die Haut sorgfältig geölt, um das Schaben geschmeidiger zu machen. In China werden vor allem Öle auf Basis von Johanniskraut oder Pfefferminze verwendet, wobei auch andere Öle verwendet werden können. Das Öl hat neben seinem praktischen Wert als Gleitmittel auch die Aufgabe, das Blut zu erfrischen, Blockaden zu beseitigen und aufgrund seines natürlichen Duftes eine entspannende Wirkung zu entfalten. Das von mir verwendete Sesamöl hat die Fähigkeit, Toxine über die Haut aufzunehmen. 

Beim Schaben wird ein sanfter Druck auf den Hornschaber ausgeübt. Durch die Reibung der Haut durch Schaben oder Reiben entsteht eine rötliche Hautverfärbung. Diese Wirkung ist durchaus erwünscht und ein Indiz dafür, dass in der behandelten Region oberflächliche oder tiefsitzende Stauungen vorhanden sind. Diese werden durch Schaben in den oberen oder tieferen Haut- und Gewebsschichten aufgelöst und können so vom Körper abtransportiert, abgebaut und ausgeschieden werden.

Nach wenigen Minuten zeigen sich erste Rötungen, die durchaus erwünscht sind. Die Hautrötungen lösen sich je nach Intensität der Behandlung bald wieder auf, wobei die Dauer des Verschwindens abhängig ist von der Stärke der vorhandenen Stauungen. Je häufiger Gua Sha angewendet wird, umso weniger intensiv fällt die Hautrötung aus, da Stauungen zunehmend schneller abgebaut werden können. Nach der Gua Sha-Massage kann es zu Müdigkeit kommen, sodass es sinnvoll ist, sich anschließend etwas auszuruhen und sich zu entspannen.

 

Ziel von Gua Sha ist, stagnierende Körpersäfte wie Blut und Lymphe auch im Gesicht zum Fließen zu bringen. Durch Gua Sha werden nicht nur die Durchblutung und der Lymphfluss angeregt. Gleiches gilt für den Hautstoffwechsel insgesamt. Darum ist Gua Sha Fa auch ein fester Bestandteil in der von mir angebotenen ganzheitlichen Hauttherapie (siehe "Regulative Hauttherapie").

 

Spezielle Wirkung auf die Gesichtshaut:

Gua Sha hat auch eine gesichtsreinigende Wirkung, da die oberste Hautschicht sanft gepeelt und abgestorbene Hautschüppchen vorsichtig abgetragen werden. Diese Methode übt eine entkrampfende und entspannende Wirkung auf die Gesichtszüge aus. Durch die Massage wird die Haut richtig in Schwung gebracht. Sie werden mit einem durchbluteten, rosigen und frischen Teint belohnt.

 

Bereits innerhalb weniger Tage tritt eine deutlich spürbare Besserung der Störung ein. Durch die Technik des Schabens schafft es die Gua Sha-Massage, überschüssige Stoffwechselprodukte abzutransportieren und dadurch die Zellversorgung wieder zu optimieren. Das in den Körpersäften zuvor festgehaltene Qi kann durch das entstaute Gewebe wieder frei fließen.

 

Klassische chinesische Einsatzgebiete:

  • Erkältung
  • Husten
  • Schmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Migräne
  • Frauenleiden
  • Verdauungsprobleme

Kontraindikationen:

Man schabt nicht direkt auf offenen Wunden, Akne, Pusteln, Leberflecken und Muttermale. Gua Sha sollte nicht bei extremen Schwächezuständen angewandt werden, da es zur Überforderung des Körpers führen kann.